Leiser Streit: Je angespannter deine Katze ist, desto weniger braucht es bis zum nächsten Streit

Streit beginnt oft leise

Je angespannter deine Katze ist, desto weniger braucht es bis zum nächsten Streit

Nach einem Wochenende voller intensiver Gespräche, neuer Menschen und unzähliger Eindrücke bin ich nach Hause gefahren und habe festgestellt: Mein Körper drückt nicht auf Pause, nur weil das Wochenende vorbei ist. Ich schlafe nicht gut, mein Kopf springt pausenlos zurück zu einzelnen Momenten, zu den Gesprächen und zu den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Rational weiß ich es: Es ist vorbei. Alles ist gut. Ich habe jetzt Zeit, alles Weitere zu verfolgen. Aber mein Körper ist noch nicht wieder im Alltag angekommen.

Das Nervensystem kennt keinen Kalender. Es fährt hoch, wenn etwas Großes passiert, ob schön oder schwierig, und es kommt in seinem eigenen Tempo wieder runter. Deshalb treffe ich in solchen Zuständen keine schwerwiegenden Entscheidungen. Was ich aufgeregt gut und richtig finde, muss nicht mehr dasselbe sein, wenn mein Körper wieder entspannt ist und ich wieder klar denken kann.

Genau an diesem Punkt habe ich an unsere Katzen gedacht, und an deine.

Du hörst lieber statt zu lesen?

Hier kannst du dir meine zugehörige Podcastfolge anhören:

Es fängt oft sehr leise an

Viele Menschen bemerken erst das Offensichtliche. Eine Katze faucht, verjagt die Zweitkatze, greift sie an, etc.

Aber sehr oft beginnt Streit schon viel früher. Es gibt gerade kein Drama. Von außen ist alles ruhig. Es wirkt für uns „normal“.

Trotzdem kann das Nervensystem deiner Katze bereits auf Hochtouren laufen. Ich nenne das latente Anspannung: ein dauerhaft erhöhter Stresspegel, der sich lange unter der Oberfläche aufbaut, bevor er sichtbar wird.

Erkennbar ist das oft daran, dass Katzen nicht wirklich tief schlafen, ihre Ohren immer wandern und nach der Zweitkatze suchen, kleine Geräusche oder unerwartete Bewegungen schon zu einer ängstlichen Reaktion führen. Manchmal werden auch bestimmte Bereiche der Wohnung nicht mehr genutzt.

Das bekommen wir Menschen oft gar nicht wirklich mit, weil es eben so leise und unauffällig ist. Das Problem: Das Fass ist permanent halb voll.

Warum das ein Problem ist

Wenn eine Katze dauerhaft in diesem Zustand lebt, braucht es keinen großen Auslöser mehr. Die andere Katze läuft vorbei. Es gibt eine Engstelle im Flur. Besuch kommt vorbei. Irgendetwas Kleines verändert sich, und dann eskaliert es.

Das wirkt dann oft plötzlich, wie aus dem Nichts

Und ja, es war vielleicht nur ein kleiner Vorfall, der zur Eskalation geführt hat. Das war aber auch nicht das Hauptproblem. Der kleine Vorfall war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Die Fragen, die wirklich zählen

Wenn du nur auf den Moment der Interaktion schaust, fragst du dich: War das Spiel oder Streit? Das ist eine wichtige Frage, aber sie reicht nicht aus.

Weitere wichtige Fragen sind: Wie geht es meiner Katze außerhalb dieser Situation? Nutzt sie die Wohnung frei? Schläft sie tief? Kann sie fressen, spielen und aufs Klo gehen, ohne zuerst zu schauen, wo die andere gerade ist?

Genau daran erkennst du oft viel früher, ob eine Katze wirklich entspannt ist oder ob sie schon lange versucht, mit einer schwierigen Situation klarzukommen.

Der Unterschied: einmaliger Stress und dauerhafte Grundanspannung

Wenn du nur auf den Moment der Interaktion schaust, fragst du dich: War das Spiel oder Streit? Das ist eine wichtige Frage, aber sie reicht nicht aus.

Weitere wichtige Fragen sind: Wie geht es meiner Katze außerhalb dieser Situation? Nutzt sie die Wohnung frei? Schläft sie tief? Kann sie fressen, spielen und aufs Klo gehen, ohne zuerst zu schauen, wo die andere gerade ist?

Genau daran erkennst du oft viel früher, ob eine Katze wirklich entspannt ist oder ob sie schon lange versucht, mit einer schwierigen Situation klarzukommen.

Warum "Streit ist doch normal" nicht immer stimmt

Ja, Katzen kommunizieren. Grenzen setzen ist normal. Ein einmaliges, kurzes Fauchen, das die andere Katze versteht und akzeptiert, ist etwas anderes als ein anhaltender oder immer wiederkehrender Konflikt.

Der Unterschied liegt nicht im einzelnen Moment. Der Unterschied liegt im Grundzustand, aus dem heraus dieser Moment entsteht. Streit als gelegentliche Kommunikation zwischen Katzen, die sich insgesamt sicher fühlen, ist etwas anderes als Konflikt, der immer wieder entsteht, weil das Nervensystem einer Katze nie wirklich runterkommt.

Ich schaue allerdings auch bei einzelnen Streitsituationen sehr genau hin, weil jede negative Erfahrung abgespeichert wird und die Beziehung zwischen den Katzen Schritt für Schritt beeinflussen kann. 

Was du jetzt tun kannst

Beobachte deine Katzen eine Woche lang mit einem anderen Blick. Wo schlafen sie, und wie tief? Welche Bereiche der Wohnung nutzen sie nicht mehr? Was passiert rund um Napf und Klo? Reagieren sie auf kleine Dinge überproportional stark?

Das gibt dir ein viel klareres Bild davon, wie es deinen Katzen wirklich geht und wo die Arbeit an den Ursachen beginnt.

Wenn du dir dabei unsicher bist oder nicht genau weißt, was du siehst, habe ich die Katzen-Harmonie-Ampel für dich. Dort gehen wir Schritt für Schritt durch, wie du Stress zwischen deinen Katzen erkennst – anhand echter Videos, mit konkreten Anleitungen für den Alltag und einem Fragebogen, der dir am Ende zeigt, wie es deinen Katzen gerade wirklich geht.

Wenn du schon weißt, dass deine Katzen sich nicht so verstehen, wie du dir das wünschst, und du aktiv etwas verändern möchtest, komm in mein 0-€-Webinar: In 3 Schritten zu mehr Harmonie im Mehrkatzenhaushalt.

Hey, ich bin Cindy,

deine Katzentrainerin mit Spezialisierung auf Disharmonie im Mehrkatzenhaushalt. Ich helfe dir, Streit, Angst und Stress zwischen Katzen zu lösen, indem du sie rundum glücklich und kompetent machst. Denn glückliche Katzen machen auch uns Menschen glücklich!

Deine Katzen streiten sich ständig?
Eine Katze zieht sich immer mehr zurück oder reagiert aggressiv?

In meinem Leitfaden um 0 € erfährst du, wie du es schaffst, dass sich deine Katzen besser verstehen.

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