Futterbeschäftigung mit Nassfutter: 4 Ideen für dich

Futterbeschäftigung mit Nassfutter

4 einfache Ideen für mehr Alltagsspaß

Du fütterst Nassfutter und denkst dir deswegen, dass Futterbeschäftigung für euch nicht funktioniert?

Ich möchte dir heute mitgeben, dass das nicht stimmt. Futterbeschäftigung funktioniert mit Nassfutter genauso gut – du brauchst nur die richtigen Methoden. Und die meisten davon kannst du sofort umsetzen, mit dem, was du sowieso schon zu Hause hast.

Warum Futterbeschäftigung überhaupt so wichtig ist und was du tun kannst, wenn deine Katze nicht mitmachen möchte, habe ich in diesem Beitrag ausführlich erklärt.

Hier geht es heute um die Praxis: vier konkrete Methoden für Nassfutter, von einfach bis fortgeschritten.

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Hier kannst du dir meine zugehörige Podcastfolge anhören:

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Warum Nassfutter kein Hindernis ist

Erstmal: Ich finde es super, wenn deine Katze hauptsächlich Nassfutter bekommt. Viele Katzen nehmen von Natur aus eher wenig Flüssigkeit auf, und Nassfutter ist für viele Katzen deshalb eine sehr sinnvolle Grundlage. Aber das heißt nicht, dass du auf Futterbeschäftigung verzichten musst.

Natürlich ist Nassfutter etwas weniger praktisch als Trockenfutter. Es klebt, es trocknet schneller an, es lässt sich nicht einfach in jedes Fummelbrett füllen und du musst mehr auf Hygiene achten. Aber es gibt trotzdem tolle und einfache Möglichkeiten, wie du Nassfutter als Beschäftigung nutzen kannst.

Methode 1: Der Antischlingnapf

Der Antischlingnapf ist der perfekte Einstieg, besonders für Katzen, die noch keine Erfahrung mit Futterbeschäftigung haben. Die Erhöhungen im Napf sorgen dafür, dass deine Katze sich ein bisschen mehr anstrengen muss, um an ihr Futter zu kommen. Es ist kein großer Aufwand für sie, aber ein erster Schritt raus aus dem passiven Fressen.

Wenn du merkst, dass deine Katze problemlos damit klarkommt und schnell fertig ist, ist sie bereit für die nächste Stufe.

Methode 2: Die Schleckmatte

Eine Schleckmatte ist eine Silikonmatte mit strukturiertem Untergrund, in die du das Nassfutter einarbeitest. Je gründlicher du das Futter in die Struktur drückst, desto länger braucht deine Katze, um alles herauszuholen. Das kann locker das Drei- bis Fünffache der normalen Fresszeit sein - mit demselben Futter, das du sowieso gibst.

Schleckmatten sind günstig, leicht zu reinigen und in Sekunden vorbereitet. Du kannst den Schwierigkeitsgrad selbst steuern: Futter locker draufgestrichen ist einfach, tief in die Struktur gearbeitet ist deutlich anspruchsvoller. Das macht sie zu einer der vielseitigsten Optionen für Futterbeschäftigung mit Nassfutter.

Methode 3: Futter verstecken

Diese Methode braucht kein einziges Extra-Hilfsmittel. Du verteilst kleine Portionen Nassfutter - ein Teelöffel reicht oft - in mehreren kleinen Schälchen in der Wohnung: auf dem Kratzbaum, hinter einer Schachtel, auf dem Fensterbrett. Deine Katze darf suchen und sich ihr Futter dadurch erarbeiten.

Starte dabei leicht: Schälchen entlang ihrer normalen Wege, gut sichtbar. Erst wenn sie das sicher beherrscht, werden die Verstecke schwieriger.

Und wenn du es noch eine Stufe weitertreiben möchtest: versteckte Schleckmatten oder versteckte Antischlingnäpfe. Das ist allerdings etwas für Katzen, die schon Erfahrung damit haben.

Methode 4: Fummelbretter für Nassfutter

Nicht jedes Fummelbrett eignet sich für Nassfutter - aber es gibt Modelle, die hervorragend funktionieren. Achte beim Kauf darauf, dass das Brett gut zu reinigen ist und dass deine Katze idealerweise viel mit Mäulchen und Zunge arbeiten kann, nicht nur mit den Pfoten.

Mehrere Katzen: Was tun, wenn eine der anderen alles wegfrisst?

Das ist eine berechtigte Frage und sie hat eine klare Antwort: Trenne die Katzen beim Fressen räumlich. Das kann mit Hilfe einer geschlossenen Türe passieren - muss aber nicht.

Katzen sind von Natur aus Einzeljäger, und wollen dadurch auch alleine und in Ruhe fressen. Wenn du also einer Katze im Wohnzimmer ihr Futter versteckst und der zweiten im Schlafzimmer, klappt die Trennung schon ohne große Umstände.

Gibt es Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten und die Katzen müssen wirklich konsequent getrennt bleiben, lohnt es sich, das kurzzeitige Schließen einer Tür zu üben. Katzen können das wunderbar lernen: Tür zu, Futterbeschäftigung, Tür auf. Das ist kein Stress für sie, wenn du es schrittweise einführst, und eine Routine daraus machst.

Ein kurzes Wort zu Trockenfutter

Ich bin selbst kein großer Fan von Trockenfutter. Verglichen mit Nassfutter ist der Wasseranteil schlicht zu gering für eine Katze. Wenn du aber ein hochwertiges Trockenfutter nimmst und es gezielt für Beschäftigung einsetzt, ist das eine sinnvolle Ergänzung. Trockenfutter bleibt frisch, klebt nicht und lässt sich auch in komplexe Fummelbretter stecken - das macht es für bestimmte Methoden praktischer als Nassfutter.

Was ich klar ablehne: Trockenfutter unbegrenzt und ohne jede Beschäftigung anzubieten.

Fazit: Futterbeschäftigung Nassfutter – starte bei der nächsten Mahlzeit

Futterbeschäftigung mit Nassfutter funktioniert genauso gut wie mit Trockenfutter - du brauchst nur unter Umständen andere Werkzeuge.

Antischlingnäpfe, Schleckmatten, versteckte Schälchen, die passenden Fummelbretter: Such dir etwas davon aus und probiere es bei der nächsten Mahlzeit aus. Statt den Napf hinzustellen, verteile das Futter zum Beispiel einfach auf zwei oder drei kleine Schälchen an verschiedenen Stellen. Das ist der Anfang. Und der Effekt ist langfristig deutich größer, als du wahrscheinlich aktuell denkst.

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Häufig gestellte Fragen

Ja. Die Methoden sind teilweise etwas anders, aber der Effekt ist identisch. Schleckmatten, versteckte Schälchen und geeignete Fummelbretter funktionieren mit Nassfutter hervorragend. Du brauchst kein Trockenfutter, um deine Katze sinnvoll zu beschäftigen.

Für versteckte Schälchen reicht ein Teelöffel pro Stelle – oder sogar weniger. Die Gesamtmenge pro Tag bleibt dieselbe wie sonst, du verteilst sie nur anders. Bei Schleckmatten nimmst du einfach die normale Portion und arbeitest sie in die Matte ein. 

Wahrscheinlich ist der Einstieg noch zu schwer oder es gibt zu viel „kostenlos“. Nutze nach Möglichkeit einen guten Teil der Tagesration, und starte mit dem Antischlingnapf oder lege die „versteckten“ Futterschälchen direkt auf ihren normalen Weg, gut sichtbar und ohne echtes Suchen. Erst wenn sie das sicher beherrscht, steigerst du den Schwierigkeitsgrad. Erfolgserlebnisse am Anfang sind entscheidend. 

Die meisten Silikonmatten und Fummelbretter sind spülmaschinenfest. Alternativ reicht warmes Wasser und Spülmittel, am besten kurz nach dem Fressen, solange das Futter noch frisch ist. Eingetrocknetes Nassfutter lässt sich mit einer kleinen Bürste gut lösen. Achte allerdings unbedingt darauf, dass keine Seifenreste auf den Gegenständen bleiben. 

Oftmals reicht es, wenn wir mehrere Räume nutzen, und das Futter dadurch gut verteilen. Katzen können nicht überall gleichzeitig sein.

Reicht das nicht, kannst du eine geschlossene Türe trainieren. Das ist ohnehin ein wichtiger Skill für jede Katze, da es immer passieren kann, dass eine zeitweise räumliche Trennung notwendig ist (zB. nach eine Operation).

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