Katze versteht sich nicht mit neuer Katze
Warum es trotz sozialer Erfahrung knallt
Deine Katze hat ihr Leben lang mit einer anderen Katze zusammengelebt. Sie war nie allein. Vielleicht dachtest du deshalb: Eine neue Katze wird schon kein Problem sein.
Und dann passiert das Gegenteil.
Die Katzen fauchen sich an, gehen auf Abstand oder es knallt sogar richtig. Und sofort ist dieser Gedanke da: Meine Katze war doch immer sozial. Warum klappt das jetzt nicht?
Genau das wird mir total oft geschildert. Und ich verstehe den Gedanken dahinter auch. Aber soziale Erfahrung heißt eben nicht automatisch, dass es sofort mit jeder Katze klappt.
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Katze versteht sich nicht mit neuer Katze: Warum soziale Erfahrung nicht immer hilft
Stell dir vor, du hast mal in einer WG mit einem Menschen gelebt. Das hat gut funktioniert. Jetzt zieht ein anderer Mensch ein. Heißt das automatisch, dass das genauso gut klappt?
Wahrscheinlich nicht. Und nur weil du dich mit einem Menschen gut verstehst, verstehst du dich auch nicht automatisch mit jedem anderen. Genau so ist es bei Katzen.
Auch Katzen bringen immer etwas Eigenes mit: einen anderen Charakter, ein anderes Energielevel, andere Grenzen, andere Bedürfnisse und eine andere Art zu kommunizieren.
Selbst wenn zwei Katzen grundsätzlich sozial sind, heißt das noch lange nicht, dass sie automatisch perfekt zueinander passen.
Eine neue Katze bedeutet immer eine große Veränderung
Wenn eine neue Katze einzieht, verändert sich plötzlich der ganze Alltag.
Auf einmal lebt jemand Neues im selben Zuhause. Es gibt neue Geräusche, neue Gerüche und neue Bewegungen im Zuhause.
Für viele Katzen fühlt sich das erst einmal unsicher an. Selbst Katzen, die grundsätzlich sozial sind, sind damit im ersten Schritt manchmal einfach überfordert.
Das zeigt sich zum Beispiel durch Rückzug, Anspannung, Starren oder Fauchen. Solche Reaktionen sind oft ein Zeichen dafür, dass die Situation gerade einfach zu viel ist.
Das Verstehen der Körpersprache ist bei einer Zusammenführung das A&O. Stresssignale sind zum Beispiel eine geduckte Körperhaltung, ständiges Schnüffeln, häufiges Starren und vieles mehr. Freundliche Signale sind hingegen Lippen lecken, ein senkrechter Schwanz, bewusstes Wegschauen, Blinzeln, usw. Solltest du dir bisher schwer tun, körpersprachliche Signale zu interpretieren, empfehle ich dir meinen Kurs zur Katzensprache „Endlich Verstehen“.
Katzen verändern sich im Laufe ihres Lebens
Was auch oft vergessen wird: Katzen verändern sich.
Alter, Stress, Schmerzen, gesundheitliche Veränderungen oder schlechte Erfahrungen können dazu führen, dass eine Katze heute ganz anders auf eine neue Katze reagiert als früher.
Das bedeutet nicht, dass deine Katze plötzlich unverträglich ist. Die Situation und die Konstellation sind einfach andere.
Hey, ich bin Cindy,
deine Katzentrainerin mit Spezialisierung auf Disharmonie im Mehrkatzenhaushalt. Ich helfe dir, Streit, Angst und Stress zwischen Katzen zu lösen, indem du sie rundum glücklich und kompetent machst. Denn glückliche Katzen machen auch uns Menschen glücklich!
Deine Katzen streiten sich ständig?
Eine Katze zieht sich immer mehr zurück oder reagiert aggressiv?
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Entscheidend ist, ob die Katzen sich wohlfühlen
Entscheidend ist nicht, ob deine Katze schon mal mit einer anderen Katze zusammengelebt hat. Entscheidend ist, ob die Katzen sich wohlfühlen.
Wichtig ist zum Beispiel:
- ob die Katzen grundsätzlich zueinander passen
- ob sie sich sicher fühlen
- ob ihre Bedürfnisse berücksichtigt und erfüllt werden
- und ob die Zusammenführung im Tempo deiner Katzen passiert (ist)
Wenn Konflikte entstehen, liegt das nicht daran, dass eine Katze grundsätzlich „unsozial“ ist. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind und die Katzen sich wohlfühlen, dann funktioniert es auch. Fühlen sie sich nicht wohl, dann darf daran gearbeitet werden.
Umso unterschiedlicher die Bedürfnisse und Charaktere deiner Katzen, umso mehr Arbeit bedeutet es in der Regel für dich. Eine gute Vorab-Analyse ist daher enorm hilfreich!
Wenn es knallt: Gehe einen Schritt zurück
Wenn du merkst, dass es zwischen deinen Katzen nicht einfach klappt, lohnt es sich, die bisherige Zusammenführung noch einmal genauer anzusehen.
Viele Zusammenführungen passieren zu schnell.
In solchen Fällen hilft es oft, noch einmal einen Schritt zurückzugehen. Gehe zu dem Punkt zurück, an dem es noch ruhig und entspannt war. Von dort aus darf die Annäherung wieder kleinschrittiger stattfinden.
So bekommen beide Katzen die Chance, sich langsam aneinander zu gewöhnen.
Eine Gittertür ist eine tolle Möglichkeit, deine Katzen zu beobachten, wie sie aufeinander reagieren, wenn sie sich erstmals sehen. Wird die Zusammenführung mit Hilfe von Training durchgeführt oder sind deine Katzen recht entspannt, ist sie in der Regel nicht notwendig. Wie es mit Training funktioniert, erfährst du mitunter in meinem Kurs zum Glücklichen Mehrkatzenhaushalt.
Manchmal stecken noch andere Gründe dahinter
Nicht immer ist die neue Katze allein das „Problem“. Manchmal steckt noch mehr dahinter, zum Beispiel:
- gesundheitliche Probleme
- Stress im Alltag
- unerfüllte Bedürfnisse
- fehlende Kompetenzen im Umgang miteinander
Wenn solche Punkte im Hintergrund wirken, wird eine Zusammenführung deutlich schwieriger.
Wenn du deinen Katzen nachhaltig helfen möchtest, bist du herzlich eingeladen, in mein Webinar um 0 € „In 3 Schritten zu Harmonie im Mehrkatzenhaushalt“ zu kommen.
Fazit: Soziale Erfahrung bedeutet nicht automatisch Harmonie
Nur weil eine Katze bereits mit einer anderen Katze zusammengelebt hat, heißt das nicht automatisch, dass jede neue Katzenkonstellation sofort funktioniert.
Jede Katze bringt ihren eigenen Charakter, ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen und ihre Erfahrungen mit. Gleichzeitig bedeutet eine neue Katze immer eine große Veränderung im Alltag.
Wenn sich deine Katze nicht mit der neuen Katze versteht, heißt das nicht, dass sie unverträglich ist. Mit Geduld, dem richtigen Tempo und einem genauen Blick auf das, was deine Katzen brauchen, kann sich die Beziehung Schritt für Schritt entwickeln.
Häufig gestellte Fragen
Weil sozial nicht automatisch heißt, dass jede Katze zu jeder anderen passt. Charakter, Energielevel, Grenzen, Bedürfnisse und das Tempo der Zusammenführung spielen eine große Rolle.
Nein. Konflikte entstehen oft durch Stress oder dadurch, dass die Voraussetzungen für eine Neu-Zusammenführung gar nicht gegeben waren. Gesundheitliche Probleme, unerfüllte Bedürfnisse und fehlende Kompetenzen können zu Konflikten führen. Das Gute daran: In all diesen Fällen kannst du deinen Katzen helfen.
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Katzen brauchen nur wenige Tage, andere mehrere Wochen oder Monate. Wichtig ist ein Tempo, das für alle Katzen angenehm ist.
Oft hilft es, in der Zusammenführung noch einmal einen Schritt zurückzugehen und wieder mehr Abstand, Sicherheit und kleinschrittige Annäherung einzubauen. Gibt es tiefergehende Ursachen für Konflikte, wie zB. gesundheitliche Probleme oder fehlende Kompetenzen, dürfen sie angesehen und gelöst werden.
Ja. Viele Katzen entwickeln mit der Zeit mehr Sicherheit im Umgang miteinander, wenn ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden und sie positive Erfahrungen miteinander sammeln.
Hey, ich bin Cindy,
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