Wenn Katzen nicht kuscheln: So erkennst du, ob sich deine Katzen gut verstehen

Wenn Katzen nicht kuscheln

So erkennst du, ob sich deine Katzen gut verstehen

Viele Katzenmenschen haben ein Bild im Kopf: Eine „gute“ Katzenbeziehung sieht so aus, dass die Katzen kuscheln, sich putzen und miteinander spielen. Und wenn das nicht passiert, kommt schnell diese Unsicherheit: Mögen die sich überhaupt?

Die Wahrheit ist: Nähe ist kein Maßstab. Eine gesunde Katzenbeziehung erkennst du an etwas ganz anderem – und das ist im Alltag viel hilfreicher, weil du damit Spannungen frühzeitig siehst.

In diesen Beitrag zeige ich dir, woran du erkennst, ob es zwischen deinen Katzen gut läuft – und wann du genauer hinschauen darfst.

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Die Freiheit des einen endet bei der Grenze des anderen

Natürlich freuen wir Menschen uns, wenn unsere Katzen miteinander kuscheln. In einer gesunden Beziehung geht es allerdings nicht darum, dass Katzen „viel miteinander machen“. Jede Katze hat andere Bedürfnisse. Manche lieben Körperkontakt und schlafen am liebsten zusammen. Andere sind komplett zufrieden, wenn sie sich im Alltag kurz begegnen, und dann wieder „ihr Ding“ machen.

Nicht Kuscheln heißt nicht automatisch „schlechte Beziehung“ und viel Kuscheln heißt nicht automatisch „alles gut“. Viel wichtiger ist, dass die Katzen einander respektieren.

Es geht zum Beispiel darum, dass eine Katze „Nein“ sagen kann – und die andere hört auf. Denn die Freiheit des einen endet bei der Grenze des anderen. Das ist der Kern von Respekt und Respekt ist die Basis für Sicherheit.

Kleinere Konflikte sind in einem gewissen Rahmen im Mehrkatzenhaushalt normal. Gerade deswegen ist es wichtig, dass die Kommunikation „funktioniert“.

Grenzen beim sozialen Spiel

Ein Klassiker ist das Thema Spielen.

Eine Katze will spielen und „nervt“ die andere permanent: hinterherlaufen, auflauern, immer wieder anspringen, etc. Die andere hat aber keine Lust.

In einer gesunden Beziehung passiert dann Folgendes:

  • Katze B kommuniziert „Nein“ (Blick abwenden, weggehen, fauchen).
  • Katze A lässt sie in Ruhe.
  • Thema erledigt.

Problematisch wird es, wenn:

➡️ Variante A: Die Katze traut sich nicht „Nein“ zu sagen

Sie flüchtet stattdessen sofort ins Versteck (unters Bett, hinter die Waschmaschine, hinter das Sofa). Was mitunter harmlos wirken kann, weil es leise abläuft, kann ein großes Problem sein: Sie hat gelernt, dass Grenzen nichts bringen und bringt sich dadurch so schnell es geht in Sicherheit.

➡️ Variante B: „Nein“ wird ignoriert

Die Katze faucht – und die andere springt erst recht drauf.

Oftmals denken wir Menschen dann, die Katzen müssten das selbst regeln. Leider ist das der falsche Weg. Denn jede negative Erfahrung brennt sich ein. Katzen vergessen nicht einfach, dass die andere sie schon zigmal bedrängt oder attackiert hat. Es kann also langfristig zu mehr und mehr Problemen im Mehrkatzenhaushalt führen.

Entspannung & Bewegungsfreiheit

Neben der Tatsache, dass die Katzen „Nein“ sagen und durchsetzen können müssen, ist es auch wichtig zu schauen, ob sie entspannt sind und sich frei im Raum bewegen können.

Gute Zeichen sind zum Beispiel:

  • Deine Katze geht mitten durch den Raum, nicht nur am Rand und muss sich dabei nicht angespannt umsehen, wo etwaige Mitkatzen sind.
  • Sie kann an der anderen Katze vorbeigehen, ohne dass Spannung entsteht.
  • Sie muss nicht auf jedes Geräusch reagieren, das sie hört.
  • Rückzugsorte werden genutzt, weil sie bequem sind – nicht, weil sie notwendig sind. Die Katzen können genauso gut auch einfach mal mitten am Sofa auf ihrem Rücken liegen.

Auffällig wird es, wenn eine Katze dauerhaft Sicherheit sucht. Sie bewegt sich eher am Rand, ist oft angespannt, schaut sich immer um, ob sie wo eine Mitkatze hört oder sieht, etc. Dann besteht Handlungsbedarf deinerseits.

Der Chef im Mehrkatzenhaushalt

Ein weiterer Mythos im Mehrkatzenhaushalt ist, dass es eine Chefkatze gibt. Dass es normal ist, dass eine Katze die „Dominante“ ist. Das ist nicht der Fall.

Katzen haben keine fixe Rangordnung, sondern flexible Beziehungen. In einem stabilen Mehrkatzenhaushalt ist jede Katze ein Individuum, quasi ihr „eigener Chef“. Es sollte keine Katze geben, die faktisch alles kontrolliert oder der jeder aus dem Weg geht.

Warnzeichen sind zum Beispiel:

  • Wenn eine Katze irgendwo hingeht, wird sofort Platz gemacht.
  • Wenn eine Katze eine Ressource (Rückzugsort, Futter, etc.) haben möchte, überlassen die anderen es ihr sofort.
  • Wenn eine Katze mit dem Menschen Zeit verbringen möchte, müssen alle anderen weggehen.
  • Wenn eine Katze Räume oder Ressourcen „blockiert“.

Wenn eine Katze alles bestimmt, ist das ein Problem, das von dir als Mensch begleitet und gelöst werden darf.

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Kommunikation im Mehrkatzenhaushalt

Fauchen und Knurren wird in unserer menschlichen Welt als etwas sehr Bedrohliches angesehen und ja, es ist aggressive Kommunikation. Aber sie zeigt keine Wut oder ähnliches, sondern sie zeigt, dass die Katze einem Konflikt aus dem Weg gehen möchte. Dadurch ist das tatsächlich etwas Gutes!

Eine Katze sagt damit im Grunde: „Bitte halt Abstand, ich will keinen Stress.“

Das Problem ist daher nicht das einzelne Fauchen. Das darf Katze ruhig nutzen, um ihre Meinung zu äußern.

Zu einem Problem wird es dann, wenn eine Katze das Gefühl hat, häufig fauchen zu müssen oder das Fauchen von der Mitkatze ignoriert wird. Auch dann bist wieder du gefragt, deinen Katzen zu helfen.

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Die wichtigsten Alarmzeichen im Alltag

Fassen wir noch einmal einige der wichtigsten Alarmzeichen zusammen:

  • Eine Katze will nicht spielen oder kuscheln, wird aber nicht in Ruhe gelassen.
  • Eine Katze versteckt sich häufiger oder zieht sich zunehmend zurück.
  • Es gibt häufiges Starren, Knurren oder Fauchen (nicht einmal, sondern immer wieder).
  • Eine Katze ist „unsichtbar“ im Alltag: immer am Rand, meidet bestimmte Orte oder Räume, meidet Kontakte.
  • Es gibt Angriffe, Jagden oder sogar Verletzungen.

Und wichtig: Das bedeutet nicht, dass es „verloren“ ist. Es bedeutet nur: Hier braucht es einen Plan.

Wann du davon ausgehen kannst, dass es gut läuft

Du bist auf einem guten Weg, wenn:

  • deine Katzen entspannt aneinander vorbeigehen und beieinander sein können,
  • sie offene Rückzugsorte wählen,
  • Spiel freiwillig stattfindet – und Grenzen respektiert werden,
  • Ressourcen nicht ständig verteidigt oder blockiert werden,
  • keine Katze ständig das Bedürfnis hat, sich zu verstecken,
  • es kein ständiges Starren und keine extremen Angriffe gibt.

Wenn du das bei dir siehst: Großartig. Dann hast du entweder schon Harmonie – oder du hast zumindest eine stabile Basis.

Fazit: Wenn Katzen nicht kuscheln​

Kuscheln, miteinander Spielen, etc. ist ein sehr schönes Nice-to-have aber keine Pflicht für einen harmonischen Mehrkatzenhaushalt. Wichtig ist, dass sich alle Katzen wohl und sicher fühlen, Grenzen respektiert werden und Nähe an sich kein großes Problem darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Nein, Nähe ist kein Maßstab. Wichtig ist, ob Grenzen respektiert werden und ob jede Katze sich sicher fühlt.

Nein, Fauchen ist eine Art der Konfliktvermeidung. Katzen fordern damit Distanz. Problematisch ist es, wenn es sehr häufig vorkommt und die Katze häufig unsicher ist.

Häufiges Zurückziehen, Verstecken, Blockieren von Wegen/Ressourcen, häufiges Starren, häufiges Fauchen/Knurren sowie wenn die Katzen unsicher und angespannt wirken.

Hey, ich bin Cindy,

deine Katzentrainerin mit Spezialisierung auf Disharmonie im Mehrkatzenhaushalt. Ich helfe dir, Streit, Angst und Stress zwischen Katzen zu lösen, indem du sie rundum glücklich und kompetent machst. Denn glückliche Katzen machen auch uns Menschen glücklich!

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