Katzen bei Streit trennen
Wann eine Trennung im
Mehrkatzenhaushalt sinnvoll ist
Die Vorstellung, die eigenen Katzen räumlich zu trennen, verunsichert viele Katzenmenschen extrem.
Vielleicht kennst du genau diese Gedanken:
● „Dann passen sie wohl einfach nicht zusammen.“
● „Ich habe versagt.“
● „Ich mache alles nur noch schlimmer.“
● „Sie entfremden sich doch dadurch noch mehr.“
In diesem Beitrag erfährst du, warum dich diese Gedanken in eine Falle locken, wann eine räumliche Trennung sinnvoll ist und warum sie in sehr vielen Fällen nicht das Ende, sondern der erste Schritt in Richtung Harmonie ist.
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Wann ist eine Trennung notwendig?
Eine Trennung ist vor allem dann notwendig, wenn eine oder mehrere deiner Katzen im Alltag massiv eingeschränkt sind. Das ist vor allem dann der Fall, wenn sich deine Katze:
- nicht mehr zu Ressourcen wie Futter traut.
- dauerhaft zurückzieht und nur noch in einem Raum lebt.
- nie zB. entspannt mitten in einem Raum legt
- häufig versteckt, z. B.: unter dem Bett, im Schrank oder hinter
Möbeln.
Manche Katzen entspannen vielleicht noch in direkter Nähe zum Menschen, aber nicht mehr im restlichen Zuhause. Das ist ein klares Zeichen für chronischen sozialen Stress.
Eine chronisch gestresste Katze ist nicht nur unglücklich, sondern auch
anfälliger für Krankheiten wie stressbedingte Blasenentzündungen oder andere Erkrankungen. Stress schlägt nämlich auf den Darm, wo rund 70 bis 80 % des Immunsystems sitzt.
Sorge 1: „Ich nehme meiner Katze die Freiheit weg.“
Viele Menschen verbinden Trennung mit etwas Negativem, weil sie den Raum der Katzen begrenzen. Allerdings bekommt die Katze im Gegenzug etwas sehr Wichtiges geschenkt: Sicherheit.
Eine Katze, die sich nicht sicher fühlt, braucht nicht mehr Raum. Sie braucht einen Raum, in dem sie wieder durchatmen und sich entspannen kann.
Freiheit klingt schön. Doch was nützt einer Katze die gesamte Wohnung, wenn sie sich darin nicht bewegen kann? Wenn jeder Schritt mit Anspannung verbunden ist und jede Begegnung mit einer anderen Katze potenziell bedrohlich ist?
Ein geschützter Bereich kann genau das bieten, was bisher gefehlt hat: Ruhe, Kontrolle und Sicherheit. Denn erst wenn sich deine Katze sicher fühlt, kann sie lernen, dass die Zweitkatze keine Gefahr ist.
Sorge 2: „Wenn ich sie trenne, gewöhnen sie sich doch nie aneinander!“
Das Gegenteil ist der Fall. Aktuell lernt deine Katze nur, dass sie nicht sicher ist. Ein Gehirn im Überlebensmodus ist nicht offen für positive Erfahrungen oder Freundschaften.
Stell dir vor, du hast ein sehr mieses Jahr, bist total überfordert und dauergestresst. Würdest du in diesem Moment gern neue Freundschaften schließen? Oder wärst du damit beschäftigt, einfach nur zu funktionieren? Katzen geht es nicht anders.
Erst wenn der Stresspegel sinkt, die Angst nachlässt und du dich sicher fühlst, bist du wieder offen für Neues – so auch deine Katze.
Sorge 3: „Wenn ich sie trenne, haben wir versagt.“
Trennung klingt sehr endgültig, als hätte es einfach nicht geklappt. Objektiv betrachtet ist eine räumliche Trennung einfach eine Verschnaufpause. Jede Katze bekommt einen eigenen Raum und kann dort ganz sie selbst sein.
Eine räumliche Trennung ist also kein Schlussstrich. Eine Chance für alle Beteiligten wieder herunterzufahren – für die Katzen und auch für dich, da du nicht mehr dauerhaft aufpassen musst.
Sorge 4: „Aber meine Katze schreit an der Tür, wenn ich trenne!“
Dass deine Katze im ersten Schritt etwas gestresster ist und das zum Ausdruck bringt, ist etwas ganz Normales.
Deine Katze versteht noch nicht, warum die Türe auf einmal geschlossen ist. Deswegen schreien viele Katzen anfangs vermehrt, kratzen eventuell auch an Türen oder wirken allgemein „unzufrieden“.
Das bedeutet nicht, dass die Trennung falsch ist, sondern dass deine Katze sich erst noch an die neue Situation gewöhnen darf. Schenk ihnen bis zu 14 Tage Zeit. Denn der permanente soziale Stress fällt weg und bis deine Katze das merkt, kann es genau so lange dauern.
Achte darauf, ob sie in dieser Zeit beginnt:
- sich freier zu bewegen
- sich offen hinzulegen
- mehr zu spielen
- sichtbarer aufzublühen
Sollte das nicht passieren, braucht es eine tiefere Analyse der Ursachen.
Hey, ich bin Cindy,
deine Katzentrainerin mit Spezialisierung auf Disharmonie im Mehrkatzenhaushalt. Ich helfe dir, Streit, Angst und Stress zwischen Katzen zu lösen, indem du sie rundum glücklich und kompetent machst. Denn glückliche Katzen machen auch uns Menschen glücklich!
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Wie du nach der Trennung weitermachst
Wenn du merkst, dass sich deine Katzen deutlich entspannt haben, dann geht es an den nächsten Schritt. Ein häufiger Fehler ist, dass die Katzen dann direkt wieder zusammengeführt werden.
Ohne die Ursachen zu beheben, wird es wieder eskalieren. Konflikte entstehen nicht ohne Grund. Nutze die Trennung als Chance, folgende Themen in Ruhe zu klären:
- gesundheitliche Probleme
- unerfüllte Bedürfnisse
- fehlendes Selbstvertrauen
- geringe Stressresilienz
- mangelnde soziale Kompetenzen
Du musst den Weg nicht alleine gehen
Wenn du unsicher bist, ob eine Trennung notwendig ist, dann kann eine individuelle Analyse helfen.
In meiner Katzensprechstunde schauen wir uns eure Situation gemeinsam anhand deiner Beschreibung sowie Fotos und Videos an und erstellen einen klaren Plan für die nächsten Schritte.
Wenn deine Katzen bereits getrennt sind und du die Ursachen für den Streit zwischen deinen Katzen aus der Welt schaffen möchtest, dann lade ich dich in mein 0 € Webinar „In 3 Schritten zu Harmonie im Mehrkatzenhaushalt“ ein.
Fazit: Katzen bei Streit räumlich trennen
Eine Katze, die sich dauerhaft versteckt bzw. dauergestresst ist, braucht deine Hilfe. Oftmals ist eine zeitweise räumliche Trennung der erste Schritt sein, um ihr Sicherheit zu schenken – um dann die Ursachen für den Streit zu lösen.
Häufig gestellte Fragen
Es gibt leider keine pauschale Empfehlung. Plane mindestens 10 bis 14 Tage ein, damit sich das Nervensystem deiner Katzen wirklich beruhigen kann. Sobald deine Katzen wieder entspannt und neugierig sind, geht es an die Lösung der Ursachen für den Streit zwischen
deinen Katzen.
Nein, das Gegenteil ist der Fall. Wenn Katzen dauerhaft gestresst sind, verknüpfen sie die Anwesenheit der anderen Katze häufig nur noch mit negativen Gefühlen. Die Trennung stoppt das. Sie schafft eine „Verschnaufpause“, damit sich deine Katzen später wieder neutraler begegnen können.
Das ist zu Beginn etwas völlig Normales, da deine Katze die neue Situation noch nicht kennt. Sie versteht nicht, warum die Türe auf einmal geschlossen ist. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und neue Routinen zu etablieren. Damit kannst du deiner Katze helfen, sich zügig
daran zu gewöhnen. Beurteile den Erfolg der Trennung nicht am ersten Tag, sondern erst nach 10 bis 14 Tagen.
Eine räumliche Trennung löst keinen Streit. Sie verhindert ihn nur. Das bedeutet, dass es nach erfolgter Trennung an die Lösung der Ursachen (gesundheitliche Probleme, unerfüllte Bedürfnisse, fehlende Kompetenzen) geht. Erst, wenn das erledigt ist, macht eine Wiedervergesellschaftung Sinn.
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