Keine Kraft mehr für deine Katze nach der Arbeit? Vielleicht liegt es am Job.

Keine Kraft mehr für deine Katze
nach der Arbeit?

Eine Einladung zur Selbstreflexion

Du kommst nach Hause, und du weißt, deine Katzen haben den ganzen Tag auf dich gewartet. Die Spielangel liegt bereit. Und du weißt, du solltest jetzt noch mit deiner Katze spielen und trainieren. Aber dein Akku ist leer. Du willst eigentlich nur noch deine Ruhe. Und kaum versuchst du dich zu entspannen, klopft das schlechte Gewissen an.

Das hat nichts damit zu tun, dass du faul bist oder deine Katze nicht genug liebst. Ich kenne dieses Gefühl aus meinem eigenen Leben, und ich möchte hier mit dir über eine häufige Ursache dahinter sprechen. Nicht über einen einzelnen anstrengenden Tag, sondern über das, was passiert, wenn die Erschöpfung zum Dauerzustand wird.

Du hörst lieber statt zu lesen?

Hier kannst du dir meine zugehörige Podcastfolge anhören:

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Wenn einfach keine Kraft mehr da ist

Bevor ich Katzenverhaltensberaterin geworden bin, habe ich in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung gearbeitet. Lange Arbeitstage, teilweise 60-Stunden-Wochen, ständig müde, oft krank, am Ende einfach nur noch erschöpft. Wenn ich abends nach Hause kam, wollte ich nur noch meine Ruhe.

Ich hatte schlicht keinen Akku mehr, um mich noch groß mit meinen Katzen zu beschäftigen. Damals dachte ich, das sei normal. Dass Arbeit eben anstrengend ist, dass man sich durchbeißt und am Wochenende wieder erholt. Und am Montag geht das Ganze von vorne los.

Wenn du keine Kraft mehr hast, fehlen dir die Ressourcen, um deine Liebe zu deiner Katze auch zu zeigen. Weniger Energie für Training und Beschäftigung, weniger Geduld, weniger gemeinsame Zeit, die du wirklich genießt. Das ist schlichtweg ein leerer Akku. 

Wenn der Stress kein Ausnahmefall mehr ist

Einen schlechten Tag zu haben, oder mal eine Woche unter Druck zu stehen, ist normal. Das gehört zum Leben dazu. Wie deine Anspannung im Moment auf deine Katze wirkt und was du in solchen Momenten konkret tun kannst, habe ich dir ausführlich in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben: Erst du, dann deine Katze: Warum Selbstfürsorge Katzenliebe ist.

Anders sieht es aus, wenn die Erschöpfung zum Dauerzustand wird. Genau das beobachte ich bei vielen, die zu mir kommen. Sie kommen wegen ihrer Katzen, und im Gespräch merke ich schnell, dass mehr mitschwingt, nämlich Stress in der Beziehung oder im Job, Überforderung, das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen, und das schlechte Gewissen, weil man allem und jedem gerecht werden möchte. Und irgendwann bleibt man selbst auf der Strecke.

In meiner Arbeit spreche ich ständig über Bedürfnisse. Wenn Katzen dauerhaft gestresst sind, keine Kontrolle über ihre Situation haben und ihre Bedürfnisse nicht ausleben dürfen, leidet ihr Wohlbefinden. Das überrascht niemanden. 

Aber warum glauben wir, dass es bei uns Menschen anders wäre? Warum erwarten wir von uns selbst, dauerhaft zu funktionieren und ständig über die eigenen Grenzen zu gehen?

Die Fragen, die du dir lange nicht gestellt hast

Bedürfnisorientiert bedeutet, dass sowohl die Bedürfnisse deiner Katze als auch deine eigenen zählen. Beides gleichzeitig. Das eine geht nicht ohne das andere.

Deshalb ein paar Fragen für dich. Nimm sie ernst, auch wenn sie unbequem sind. Wie geht es eigentlich dir? Nicht deiner Katze, nicht deinem Partner. Dir. Wann hast du zuletzt etwas gemacht, das dir Energie gegeben hat? Wann hast du zuletzt bewusst auf deine eigenen Bedürfnisse geachtet? Und wann hast du dich zuletzt gefragt, ob dein Alltag und dein Job überhaupt noch zu dir passen?

Für mich war lange klar: Ich bin das Unwichtigste, alles andere ist wichtiger. Den ersten Kaffee am Morgen, diese paar ruhigen Minuten nur für mich, habe ich als Erstes gestrichen, gerade wenn es eng wurde. Heute ist das das Letzte, was ich hergebe.

Wenn dich dein Job dauerhaft auslaugt

Mein Leben hat sich verändert, seit ich nicht mehr in meinem alten Beruf arbeite, da er mich komplett ausgelaugt hat. Auch nach einem Jobwechsel in derselben Branche war ich zwar glücklicher, aber nicht glücklich. Erst als ich meine Berufung als Katzenverhaltenstrainerin gefunden habe, ging es mir gut. Ich werde seitdem deutlich seltener krank und freue mich jeden Tag auf die Arbeit.

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich diese Fragen auch beschäftigen und dich deine Arbeit mehr auslaugt, als du zugeben möchtest, dann schau dir an, was Jenna van Hauten macht. Sie hilft Menschen genau bei den Fragen: Was sind meine Stärken? Was passt wirklich zu mir? Dazu erscheint am 22.6. ihr Buch „Endlich ein Job, der zu mir passt“* (Werbung).

Wenn du heute eine Sache mitnimmst

Du bist nicht ausschließlich für das Wohlbefinden deiner Katze verantwortlich. Dein eigenes Wohlbefinden verdient mindestens genauso viel Aufmerksamkeit. Bedürfnisorientiert heißt immer beides, deine Katze und du. Am Ende profitieren fast immer beide davon.

Und wenn das heute einfach heißt: auf dem Balkon sitzen, Eiskaffee schlürfen und mit deiner Katze kuscheln, dann ist das genau richtig.

*Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich.

Hey, ich bin Cindy,

deine Katzentrainerin mit Spezialisierung auf Disharmonie im Mehrkatzenhaushalt. Ich helfe dir, Streit, Angst und Stress zwischen Katzen zu lösen, indem du sie rundum glücklich und kompetent machst. Denn glückliche Katzen machen auch uns Menschen glücklich!

Deine Katzen streiten sich ständig?
Eine Katze zieht sich immer mehr zurück oder reagiert aggressiv?

In meinem Leitfaden um 0 € erfährst du, wie du es schaffst, dass sich deine Katzen besser verstehen.

Häufig gestellte Fragen

Wenn das ab und zu passiert, natürlich nicht. Jeder hat mal einen anstrengenden Tag. Wenn die Erschöpfung aber zum Dauerzustand wird, lohnt sich der Blick auf die Ursache. Oft liegt sie in einer Arbeit oder Lebenssituation, die dauerhaft mehr nimmt, als sie gibt.

Ja. Deine Katze nimmt wahr, mit welcher Stimmung du nach Hause kommst. Wenn dir Geduld und Energie fehlen, wirkt sich das auf Training, Spiel und gemeinsame Zeit aus. Wie das genau funktioniert, liest du hier: Erst du, dann deine Katze.

Bedürfnisorientiert bedeutet, dass sowohl die Bedürfnisse deiner Katze als auch deine eigenen zählen. Beides gleichzeitig!

Hey, ich bin Cindy,

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