Katzen zusammenführen: Was Du beachten solltest

Katzen zusammenführen

Katzen zusammenführen

Erfahre hier, was Du bei der Zusammenführung von zwei oder mehr Katzen beachten solltest.

Katzen zusammenzuführen kann eine langwierige und anstrengende Angelegenheit sein. Sie kann aber sie muss nicht – und deswegen gibt es in diesem Beitrag Tipps & Tricks, damit die Zusammenführung Deiner neuen und Deiner bestehenden Katzen klappt!

Auswahl der neuen Katze

Bevor es überhaupt an die Zusammenführung geht, ist es wichtig, die Ausgangssituation zu analysieren. Das bedeutet, dass Du die neue Katze entsprechend den Vorlieben, dem Alter und dem Geschlecht Deiner schon vorhandenen Katzen auswählst.

Alter

Beispielsweise macht es wenig Sinn, einer Seniorenkatze ein Kitten vor die Nase zu setzen. Stell Dir vor, Du bist schon alt, Dir tut alles weh und Du brauchst einfach viel Ruhe und Schlaf. Und dann zieht plötzlich, ohne dass Du überhaupt gefragt wirst, ein Kind bei Dir ein. Wahrscheinlich würdest Du Dir ziemlich veräppelt vorkommen. Genau so würde es auch einer alten Katze gehen.

Natürlich können wir uns das auch von der anderen Seite ansehen. Als Du noch ein Schulkind warst, wolltest Du da nur zu Hause sitzen und nichts tun? Wahrscheinlich nicht. Du wolltest wahrscheinlich die Welt erkunden, Spiele spielen und einfach Spaß haben. Also wärst Du auch nicht so froh, wenn der einzige Mensch, mit dem Du Kontakt hast, ein alter Opa ist.

Wie beim Menschen auch, haben Kitten sehr viel mehr Energie als alte Katzen. Die Jungen möchten viel spielen und raufen. Umso älter eine Katze ist, umso mehr schätzt sie Ruhe und Frieden.  Entsprechend wären Stubentiger in ähnlichem Alter in den meisten Fällen die beste Wahl.

Geschlecht

Es ist auch vorteilhaft, wenn alle Katzen dasselbe Geschlecht haben. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Spielweise von Katzen und Katern. Kater raufen sehr gerne. Katzen jagen lieber. Trifft ein zu sehr intensiv raufender Kater auf eine Katze, kann das sehr schnell in einem für die Katze zu dominanten Verhalten ausarten. Unsauberkeit, Mobbing und Aggressivität können die Folge sein.

Charakter

Wichtig ist auch, dass Du möglichst passende Charaktere aussuchst. Ist Deine vorhandene Katze ein sehr ruhiger und sanfter Stubentiger, der am liebsten den ganzen Tag mit seinem Menschen kuschelt? Dann sollte Deine Zweitkatze möglichst kein wilder Kater sein, der die sanfte Katze einfach wegjagt oder sie ständig bedrängt.

Natürlich ist es bei Tierheimkatzen nicht so einfach den Charakter im Vorhinein zu erkennen. Oft kennen die Mitarbeiter trotzdem schon einige Vorlieben. Deswegen kann es auf keinen Fall schaden, einfach einmal nachzufragen. Auch Züchter kennen ihre Katzen gewöhnlich sehr gut und können den (späteren) Charakter super einschätzen.

Hey, ich bin Cindy

und auf diesem Blog schreibe ich regelmäßig Beiträge mit Tipps & Tricks, Anleitungen und mehr – Alles zu den Bedürfnissen und zum Verhalten Deiner Stubentiger.

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Wenn keine Auswahl möglich ist

Solltest Du keine Auswahl treffen können (beispielsweise, weil Du einen Streuner aufnimmst), dann ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse der einzelnen Katzen kennenzulernen. Nur so kannst Du allen das geben, was sie brauchen.

  • Ist die neue Katze ein Kitten, obwohl Du schon einen Senioren zu Hause hast, solltest Du beispielsweise Spielpläne ausarbeiten und Dir Aufgaben für sie überlegen. Die Auslastung steht hier im Vordergrund.
  • Möchten beide Katzen ganz viel mit Menschen kuscheln, solltest Du möglichst viel Kuschelzeit für beide einplanen.
  • Ist die eine Katze eher eine Jägerin oder die andere eine Denkerin, solltest Du verschiedene Spielarten überlegen und Dir für jede Katze extra Zeit nehmen. (Das ist übrigens bei mir zu Hause der Fall 😉)

Erfüllst Du die einzelnen Bedürfnisse nicht, kann es leider schnell zu Verhaltensauffälligkeiten oder sogar Verhaltensproblemen kommen! 

Tipp: Schaffe unbedingt genug Rückzugsorte!

Katzen zusammenführen - Rückzugsorte schaffen

Zusammenführung vorbereiten

Hast Du Dich für eine Katze entschieden, geht es darum, die Zusammenführung zu planen und das Empfangszimmer vorzubereiten. Deine neue Katze sollte anfangs nämlich ein eigenes Zimmer haben, in dem sie ungestört ankommen darf. Die schon vorhandenen Katzen können sich währenddessen in der restlichen Wohnung frei bewegen.

Bevor es an die Zusammenführung geht, solltest Du Dich um die Infrastruktur kümmern. Jede Katze benötigt Futter, Wasser, Katzenklos, etwas zum Kratzen, etwas zum Spielen und Rückzugsorte. Daher stattest Du auch das eine Zimmer voll für den Neuankömmling aus.

Zusätzlich solltest Du eine Gittertür besorgen, durch die sich die Katzen später sehen und riechen können, ohne dass sich gegenseitig ernsthaft verletzen können. Das ist ganz besonders wichtig, damit sich die Katzen besser kennenlernen können und trotzdem ein gewisser Abstand vorhanden ist.

Rollen erkennen

Als nächstes geht es an die Rollenverteilung. Keine Sorge, das nehmen Dir die Katzen ab. Du solltest die Rollen nur verstehen und entsprechend reagieren!  

Deine schon vorhandenen Katzen sind anfangs die Ranghöheren. Ihnen steht wesentlich mehr zu als dem „Eindringling“. Dieses „mehr“ bist vor allem Du. Deine Zeit. Deine Aufmerksamkeit. Deine Liebe.

Solange Du Dich daran hälst, werden auch Deine Katze weniger Besitzansprüche stellen und nicht so sehr mit Eifersucht reagieren. Der neuen Katze solltest Du in den ersten Stunden bis Tagen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit schenken – auch wenn es Dir schwerfällt.

Katzen zusammenführen: Ergebnis = entspannte Katzen

Katzen zusammenführen ​

Sobald die neue Katze angekommen ist, sollte sie sofort in ihrem Zimmer verschwinden. Je nachdem, wie neugierig die Katzen sind, kann direkt die Gittertür zum Einsatz kommen oder aber die Tür bleibt erstmal zu.

Worauf Du auch unbedingt achten solltest, ist:

  • Viel mit allen Katzen zu spielen. Beim Spielen bauen Katzen Stress ab. Zusätzlich stärkt es ihr Selbstbewusstsein. Beides ist in einer derartigen Stresssituation unheimlich wichtig!
  • Dass sie immer genug Futter haben. Futter ist eines der wichtigsten Dinge für Katzen. Wenn nicht genug Futter da ist, müsste eine von ihnen verhungern (zumindest denken sie das!) und das möchten sie natürlich nicht. Entsprechend können Katzen sehr aggressiv werden, wenn es ihnen daran mangelt. Diese Angst kann die Beziehung nachhaltig zerstören!
  • Du Deinen „alten Katzen“ zeigst, dass sie immer noch die Wichtigsten für Dich sind. Bisher waren sie es und das darf sich auch nicht ändern! Du bist für die Katzen die Quelle von Futter, Wärme, Zuneigung und Aufmerksamkeit. Aus dem Grund bist Du die wertvollste Ressource. Haben Deine schon vorhandenen Katzen Angst, Dich zu verlieren, können sie gegenüber dem Eindringling schnell aggressiv werden.
  • Clickertraining kann bei der Zusammenführung ebenso eine große Hilfe sein. Einerseits kannst Du Deinen Katzen dabei Aufgaben geben, die voneinander ablenken und andererseits kannst Du mit Hilfe von gemeinsamen Clickern freundliches Verhalten fördern.
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Mit dabei sind auch viele Praxisbeispiele, wie Du das Training perfekt für Deine Ziele nutzen kannst!

Tipp: Arbeite auch mit Gerüchen! Spiel mit allen Katzen mit demselben Spielzeug, lass Deinen Neuankömmling auch mal in die restliche Wohnung rein und bring Deine älteren Stubentiger in das Willkommens-Zimmer. Auf die Weise können sie sich schneller aneinander gewöhnen.

Wie lange es dauert, Deine Katzen zusammenzuführen, kommt übrigens sehr auf die Charaktere der Katzen an. Es kann sein, dass sie sich von Anfang an lieben und total glücklich miteinander sind. Es ist aber leider auch gut möglich, dass sie sich nicht ausstehen können und mehrere Wochen oder sogar Monate brauchen, um sich gegenseitig zu akzeptieren.

Katzen zusammenführen: Mit Gerüchen arbeiten

Fazit: Katzen zusammenführen

Bei der Zusammenführung von zwei oder mehreren Katzen ist es wichtig, einen Plan zu haben. Das startet schon bei der Auswahl der passenden Katze und geht bis zu mehreren Tagen oder sogar Wochen nach den Ankunft des Neuankömmlings. 

Ein voll ausgestattetes Willkommenszimmer ist ein unerlässlicher Teil des Plans. Denn nur so kann die Katze stressfrei ankommen, bevor sie neue Artgenossen kennenlernt.

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